Beschreibung des Pfades
START: Piscinas 65 m (ü.d.M.)
ZIEL: Tratalias Vecchia 15 m (ü.d.M.)
TECHNISCHE DATEN:
- Länge: 41,0 km
- Höhenunterschied: +448 m und –497 m
- Maximale Steigung: +10,6 %
- Minimale Steigung: -13,7 %
ETAPPENBESCHREIBUNG:
Von der Posada am ehemaligen Bahnwärterhaus in Piscinas fährt man westwärts auf der Straße in Richtung Giba.
Nahe der zweiten Kreuzung nimmt man links den Feldweg, der parallel zur SS 293 verläuft und gelangt so zum westlichen Stadtrand von Giba. Über die Via Principe di Piemonte (SS 293) erreicht man das Ortszentrum.
Beim Rathaus von Giba biegt man links ab, passiert den Platz und fährt dann auf der Via Eleonora d’Arborea weiter; nach dem Sportplatz verlässt man den Ort.
Gleich nach dem Stadion fährt man links ab und folgt dem Weg zum Parco di Is Muras. An der ersten Gabelung nimmt man wieder links, um zur SS 125 zu gelangen und Masainas zu erreichen.
Folgt man der Staatsstraße durch den Ort, durchquert man den gesamten Ortskern und passiert die sehenswerte Kirche San Giovanni Battista, die sich auf der linken Seite des Weges befindet, bis ans Ende der Ortschaft.
Hier biegt man rechts ab, verlässt die Staatstraße und fährt auf einer Verbindungsstraße, die durch die regionalen Gemüse- und Artischockenfelder führt.
Nach etwa 1,65 km erreicht man eine Kreuzung, an der man links abbiegt. Anschließend folgt man gleich wieder links der Verbindungsstraße bis zur kleinen Ortschaft Panesiu, etwas nördlich von Sant’Anna Arresi.
Über die Via Piave in südwestlicher Richtung gelangt man nach Sant’Anna Arresi, erreicht über die Via Italia (SS 195) den Ort, durchquert das Zentrum, biegt zunächst in die Via Torino ein und gelangt schließlich auf die zentrale Piazza Martiri, wo zwischen der alten und der neuen Pfarrkirche Sant’Anna der imposante Nuraghe Arresi thront.
Der Nuraghe Arresi, datiert auf das 15. bis 14. Jahrhundert v. Chr. (Mittlere Bronzezeit), wurde auf einer noch älteren Siedlung errichtet, die bereits seit dem Spätneolithikum und der frühen Kupferzeit (3200–2600 v. Chr.) bewohnt war. Östlich und westlich des Bauwerks befinden sich zwei nuraghische Brunnen. Die besondere Eigenheit dieses Nuraghen ist, dass er zwischen der "alten" und der neuen Pfarrkirche zu Ehren der Schutzheiligen des Dorfs liegt.
Rund um den Nuraghen und die alte Kirche entstand der erste Siedlungskern des Ortes.
Nachdem man die Piazza verlassen und die Via Piercy eingeschlagen hat, verlässt man die Ortschaft und erreicht direkt den Kreisverkehr am Friedhof, von wo aus der Radweg nach Porto Pino führt.
Auf dem Radweg kann man nach dem nächsten Kreisverkehr einen Abstecher zur archäologischen Stätte des Nuraghendorfs Coi Casu machen.
Das aus der Bronzezeit stammende Dorf, entstanden während der Blütezeit der Nuraghenkultur (ca. 1600–600 v. Chr.), entwickelte sich rund um einen komplexen Nuraghen. Das wichtigste Siedlungszentrum entstand um eine kreisförmige Senke, die vermutlich als kleines Auffangbecken für Regenwasser diente.
Anfang der Eisenzeit (11.–10. Jahrhundert v. Chr.) wurde das Dorf verlassen. Erst nach einigen Jahrhunderten wurde die Siedlung ab der späturnischen Zeit (3.–2. Jahrhundert v. Chr.) bis in die byzantinische Epoche (6.–7. Jahrhundert n. Chr.) wiederbesiedelt.
In Porto Pino angekommen, nachdem man den Isthmus zwischen den Brackwasserseen Maestrale im Norden und De Brebeis im Süden durchquert hat, gelangt man zum Hafenkai und zum großen Parkplatz, von wo aus man bei Interesse auch den schönen Strand sehen kann.
Zurück auf der Route geht es weiter bis zum Kiefernwald, der dem Ort seinen Namen gab. Über den unbefestigten Weg Via Candiani kann man eine Schotterpiste befahren, die zu den Überresten der Verteidigungsbatterie aus dem Zweiten Weltkrieg von Candiani führt, die zum Schutz des Golfs von Palmas erbaut wurde.
Heute befindet sich in den restaurierten Gebäuden auch die Posada der Fondazione CMSB, wo eine Übernachtung möglich ist (am Km 18,8 der Etappe).
Die ehemalige militärische Anlage ging am 4. Juni 1935 in den Dienst der Königlichen Marine, die Küstenbatterie "Ammiraglio Camillo Candiani" wurde im Hinblick auf einen großflächigen Konflikt gebaut, um mögliche Landungen zu verhindern und zum Schutz des Hafens von S.Antioco, von wo aus die Kohle aus dem Sulcis sowie Mineralien und Metalle aus den Minen des Iglesiente verschifft wurden.
Zusammen mit der Zwillingsbatterie "Antonio Sogliuzzo" am Capo Sperone (auf dem gegenüberliegenden Küstenabschnitt) bildete sie die Verteidigungslinie zum Schutz des Golfs von Palmas. Sie war ausgerüstet mit vier großen Schiffsgeschützen (auch für Flugabwehr geeignet), zwei Maschinengewehren und einer Breda zur Eigenverteidigung. Die Belegschaft bestand aus etwa hundert Matrosen unter dem Kommando von drei Offizieren.
Nach der Weiterfahrt und dem Verlassen des Pinienwaldes nimmt man den als Via delle Vigne bezeichneten Schotterweg in nördlicher Richtung, der rechts vom Maestrale-See und links von den Weinbergen der Gegend flankiert wird.
Am nördlichsten Punkt des Sees folgt man der Verlängerung der Via delle Vigne, die teilweise durch die Lagune führt, zur Schotterstraße am Ufer des Brackwasserkanals, der den Maestrale-See speist, und fährt diese Straße bis zum Nuraghe Sarri (Privatbesitz). Dort biegt man links und gleich darauf rechts ab auf die Schotterstraße am Ufer des Baiocca-Sees.
Am Nordrand des Sees gibt es eine Gabelung; hält man sich rechts, überquert man eine kleine Brücke über den Zufluss des Maestrale-Sees und fährt auf dem nördlichen Isthmus des Baiocca-Sees Richtung der Ortschaft Is Solinas.
Ständig in nördlicher Richtung erreicht man die Brücke, die auf die andere Seite des Kanals führt, der den Porto Botte-See speist. Unmittelbar danach biegt man links ab und folgt dem Kanal auf dem linken Uferdeich, bis man auf die Schotterstraße gelangt, die am Strand von Porto Botte entlangführt.
Weiter in nördlicher Richtung auf der Schotterpiste erreicht man das Ende des Strandes, wo eine befahrbare Brücke rechts über den Kanal führt. Danach folgt ein leicht ansteigender Weg, der zum Nuraghe von Villarios (Privatbesitz) und kurz darauf zur SS 195 führt.
Nach rechts geht es auf die Staatsstraße, der man gut 200 m folgt, bevor man links abbiegt, dann gleich wieder rechts auf die Schotterpiste in das ländliche Gebiet westlich von Giba.
Die Schotterstraße verläuft mit nordöstlicher Ausrichtung und kreuzt die SP 74. Nach Überquerung setzt sie sich für weitere 1,7 km fort, bis man auf das alte, stillgelegte Eisenbahngleis trifft, dem man nach links folgt.
Der Verlauf der alten Bahntrasse, leicht erkennbar an den Ruinen der ehemaligen Bahnwärterhäuser und einigen Trassenabschnitten, führt nach Passieren des Nuraghe Meurras zum Staudamm des Rio Palmas, der den Monte Pranu-See bildet.
Hier beginnt der Fahrradweg von Tratalias, dem man folgt, bis man auf die Via Sobborghi trifft; biegt man dort links ab und nimmt dann die Via degli Angeli, erreicht man das bezaubernde historische Dorf Tratalias Vecchia. Auf dem schönen zentralen Platz steht die romanische Kirche Santa Maria di Monserrato, die zwischen 1213 und 1282 erbaut und bis 1503 Kathedrale und Bischofssitz der Diözese Iglesias war.
In diesem noch vollständig erhaltenen mittelalterlichen Dorf, in dem bald eine Posada der Fondazione CMSB eröffnet wird, die auch für Radfahrer und Fahrräder ausgestattet ist, endet diese Etappe.